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Unrealistisches Märchen oder grausame Realität?
Es war einmal in einem kleinen Dorf an der Spree. In diesem lebte einst ein Mädchen namens Anna. Sie war ein fröhliches Kind und ward von allen im Dorf geliebt. Am Liebsten ging Anna in ein nahes Waldstück, sammelte Beeren oder spielte ein wenig. Doch tat sie dies nie allein, hatte ihr die Mutter doch immer gesagt, sie solle auf sich achtgeben. So ging Anna mit ihren Freunden oft hinaus und lebte ein beschauliches Leben.
Als sie neun Jahre alt war, sollte sich dies jedoch ändern. Es geschah nämlich, dass an jenem Tage, trotz des herrlichen Sonnenscheines, keiner ihrer Freunde Zeit fand mit ihr hinaus zu gehen und zu spielen. Dies betrübte die kleine Anna sehr und so ging sie in den Vorgarten der Mutter, setzte sich auf einen großen Findling und weinte bitterlich. Nachdem sie einige Zeit so gesessen hatte, erschien der Herr N., einer von Annas durchaus netten Nachbarn. Er ward angelockt von dem Wehklagen der Kleinen und da er es nicht ertrug, sie so traurig zu sehen, fragte er sie, was denn passiert sei, dass sie so sehr weinen müsse.
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