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Knapp 80 junge Nationalisten aus den Reihen der JN waren am Sonnabend, dem 26.06.2010 in den Süden der Republik gereist, um dort den diesjährigen JN-Bundeskongreß abzuhalten. Im Herzen Baden-Württembergs saßen sie nun – nach meist mehrstündiger Autofahrt - Stuhl an Stuhl beisammen und warteten gespannt auf die Eröffnung der Veranstaltung. Da es sich turnusgemäß um einen Wahlkongreß handelte, versprach der Nachmittag besonders interessant zu werden. Sollten heute doch die Weichen für die bundesweite politische Arbeit der JN der nächsten beiden Jahre gestellt werden. Während draußen die Sommersonne erbarmungslos vom Himmel brannte, begrüßte zunächst der baden-württembergische JN-Landesvorsitzende Lars Gold als Vertreter des gastgebenden Verbandes alle Anwesenden und zeigte sich erfreut über das Erscheinen der aus ganz Deutschland angereisten Mitglieder und Gäste, die den Weg ins „Ländle“ gefunden hatten. Nach der Feststellung der Beschlußfähigkeit und der Erledigung weiterer Wahlformalitäten ging es sogleich zu den Rechenschaftsberichten. Schließlich hatte man ein straffes und umfangreiches Programm vor sich, das große Zeitverschwendungen nicht zuließ.
Auch Bundesgeschäftsführer Philipp Valenta wartete in seinem Bericht mit positiven Zahlen auf. So habe sich beispielsweise der JN-Materialversand „Frontdienst“ innerhalb der vergangenen zwei Jahre zum größten nationalen Propagandaversand in Deutschland entwickelt. Diese Position gelte es nun in Zukunft weiter auszubauen. Als Leiter des Nationalen Bildungskreises nahm Matthias Gärtner Stellung zu seinem persönlichen Zuständigkeitsbereich Bildung und Schulung. Mittels einer anschaulichen Power-Point-Präsentation erläuterte er den Anwesenden die Grundlagen und die Struktur seines vereinheitlichten Schulungskonzeptes und stellte auch heraus, inwieweit dieses Konzept in der jüngeren Vergangenheit bereits zum Tragen gekommen ist. Sebastian Richter legte als Leiter der Interessengemeinschaft „Fahrt und Lager“ Rechenschaft über die im vergangenen Jahr organisierten bundesweiten Zeltlager ab und betonte die Wichtigkeit solcher regelmäßiger Treffen in der freien Natur, um dort gemeinsam Kraft zu tanken für den täglichen politischen Kampf im bundesrepublikanischen Irrenhaus. Die anschließende Entlastung des alten Vorstandes erfolgte einstimmig. Nun mußte ein neuer Vorstand gewählt werden. Da einige bisherige Vorstandsmitglieder aus Alters- und anderen Gründen nicht mehr für eine neue Legislaturperiode zur Verfügung standen, versprach diese Wahl durchaus eine gewisse Spannung, wenn sich auch für die meisten Posten nur jeweils ein Bewerber zur Wahl stellte. Die anwesenden JN-Mitglieder entschieden sich zunächst mit großer Mehrheit dazu, dem bisherigen Bundesvorsitzenden Schäfer auch für die Zukunft ihr Vertrauen auszusprechen. Ihm zur Seite stehen ab sofort drei, statt bisher zwei Stellvertreter: Lars Gold aus Baden-Württemberg, Andy Knape aus Sachsen-Anhalt, sowie Sebastian Richter aus Brandenburg. Als neuer Bundesgeschäftsführer fungiert nunmehr Tobias Anders. Er löst damit Philipp Valenta ab, der sich in Zukunft als JN-Landesorganisationsleiter voll auf die Vorbereitung der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt im März 2011 konzentrieren wird. Komplettiert wird der Vorstand von einem erfahrenen Schatzmeister, sowie insgesamt neun weiteren Beisitzern, die sich jeweils um ein ihnen angetragenes Spezialgebiet zu kümmern haben. Somit sollte eine spürbare Steigerung der Effizienz der bundesweiten JN-Arbeit gewährleistet sein. In seinem Schlußwort als wieder gewählter Bundesführer versprach Michael Schäfer später, daß die Jungen Nationaldemokraten in der Zukunft sicher mehr als einmal von sich hören lassen würden. Der sich immer deutlicher abzeichnende Niedergang des liberalkapitalistischen Systems böte schließlich genügend Möglichkeiten zur gezielten Agitation. Allerdings warnte Schäfer in diesem Zusammenhang auch davor, das gegenwärtige Regime zu unterschätzen: „Dieses System wird sicher Mittel und Wege finden, sich noch für eine ganze Zeit an der Macht zu halten. Wir dürfen uns nicht darauf verlassen, daß alles von ganz alleine zusammenbricht!“ Zuvor hatte Andy Knape in seiner Funktion als sachsen-anhaltinischer Landesvorsitzender die kürzlich angelaufene JN-Kampagne „Kehrt, marsch! Bundeswehr raus aus Afghanistan!“ präsentiert und damit einen ersten Fingerzeig darauf geliefert, wie sich die bundesweite Arbeit der größten nationalen Jugendorganisation Deutschlands in nächster Zeit gestalten wird.
Man spürte deutlich, daß Rennicke, der dafür bekannt ist, kein Blatt vor den Mund zu nehmen und aus seinem „Herzen keine Mördergrube“ zu machen, mit seinen Ausführungen genau den Nerv des jugendlichen Publikums traf. Mehr als einmal wurde der Barde bei seinem knapp einstündigen, freien Vortrag von lautem Beifall unterbrochen. Als er schließlich geendet hatte, brandeten im Saal minutenlange Ovationen auf, die klar machten, daß der Funke trotz, oder womöglich sogar gerade wegen der Schonungslosigkeit der gefallenen Worte restlos auf die anwesenden Aktivisten übergesprungen war. Frank Rennicke, Kämpfer, Mahner und Idealist – in jeder Hinsicht ein Vorbild für die deutsche Jugend! Ein wegweisender und erfolgreicher Tag fand schließlich nach dem Absingen des JN-Bundesliedes langsam sein Ende. Begleitet wurde er dabei von alt bekannten Weisen, die Frank Rennicke in gewohnter Brillanz auf seiner Gitarre zum Besten gab und damit der Veranstaltung einen harmonischen Ausklang in kameradschaftlicher Atmosphäre verschaffte. Mit neuer Motivation können die Aktivisten der JN nun in die Zukunft blicken. Die Grundlagen für eine effektive politische Arbeit zugunsten unserer Heimat wurden am Samstag gelegt. Was die nationalen Aktivisten nunmehr daraus machen, liegt ganz in der Hand eines jeden Einzelnen. Die Losung dabei wird jedoch auch weiterhin lauten: Vorwärts für Freiheit, Volk und Vaterland – JN voran! |
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