3.Oktober 1990 Vom Regen in die Traufe! Wir wollen Leben, Freiheit, Einheit & einen souveränen Staat
Am 2. Oktober demonstrieren junge Menschen in Halberstadt in Anlehnung an ein Ereignis vor 20 Jahren: dem Beitritt der DDR zur BRD oder genau genommen „dem Beitritt zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik gemäß Artikel 23 des Grundgesetzes“. Offizielles Beitrittsdatum wurde der 3.Oktober 1990, der nunmehr seit 20 Jahren Nationalfeiertag in der BRD ist.
Hätten wir es anders erwartet? NATO Oberbefehlshaber David Patreaus relativiert jetzt das bisher den Medien genannte Abzugsdatum der US-Truppen weiträumig. So hatte US-Präsident Barrack Obama (wir berichteten) vor Monaten noch großspurig einen Beginn des amerikanischen Truppenabzugs für Juli 2011 verkündet. Wohl um dem weltweiten Druck gegen die erfolglose Operation und die zunehmende Kriegsmüdigkeit der beteiligten Nationen entgegenzuwirken. Die Zeit rückt näher und flugs, Patreaus nimmt die Konkretisierung aus der Aussage seines Präsidenten.
Und wieder floss das Blut zuhauf in den letzten Tagen. Menschen starben fernab ihrer Heimat, fernab ihrer Familien. Allein bei drei Explosionen im Süden des Landes starben in den letzten Tagen fünf NATO-Soldaten deren Nationalität nicht genau bekannt ist. Die Opferzahl der ausländischen Truppen erhöhte sich damit auf 422 – allein in diesem Jahr!
Dem systemkritischen Leser sind die in regelmäßigen Abständen wiederkehrenden Veröffentlichungen über Misshandlung und Folter in alliierten bzw. westlichen (Kriegs)gefangenenlagern durchaus geläufig. Orte wie Guantanamo, Abu Ghraib oder Bad Nenndorf stehen als Synonym für die schrecklichen Methoden zur Brechung jeglichen Widerstandswillens bis hin zu Mord an missliebigen Personen des besetzten Landes. Allein tausende Deutsche wurden ab 1945 Opfer von brutalsten Verhörmethoden die auf körperlich wie auch seelisch rücksichtslosestes Vorgehen von Seiten der alliierten Lagerbetreiber betrieben wurden. Doch auch weit über 60 Jahre später ähneln sich die Berichte – wenn auch oftmals nur langsam an die Öffentlichkeit dringend – in verblüffender Weise.
Hier die Fortsetzung der ARD-Reportage über eine Hauptschule in Essen. Auch hier zeigt sich wieder die Ausgrenzung der deutschen Minderheit in der Schule und die konsequente Ablehnung einer Integration:
02:22 – Interview mit nicht-muslimischer Schülerin: „Die libanesischen Mädchen versuchen uns runterzumachen. Die versuchen sich aufzuplustern, sich vor uns zu stellen, zu zeigen: Sie haben die Macht, sie haben das Wort. Wenn die sagen: "Halt die Klappe", dann müssen wir die Klappe halten. [...] Im Endeffekt ist das ja dann auch so, dann stehen da nicht nur einer sondern 10 von denen. Und man steht dann allein als deutsches Mädchen da."
Immer mehr Blut, immer mehr Opfer. Afghanistan bringt für immer mehr ausländischen Soldaten Tod und schwere Verwundungen. Der Juli 2010 ist für die US-Truppen der blutigste Monat seit Beginn der Afghanistan-Intervention. Erst am Donnerstag rissen mehrere Bomben in Afghanistans Süden drei US-Soldaten in den Tod. Damit starben allein im Juli des Jahres 63 US-Soldaten – bisheriger Rekord! Bombenanschläge, Selbstmordattentäter, Feuerüberfälle, Sprengfallen - der Tod in Afghanistan hat in diesem Sommer viele Gesichter.